St. Peter

Die Kirche St. Peter unterhalb von Schloss Tirol, in deren Fundamenten die Reste von zwei frühmittelalterlichen Vorgängerbauten stecken, stammt in ihrer heutigen Form im Wesentlichen aus dem 9. Jahrhundert,sanpietro ein Seitenschiff wurde im 12. Jahrhundert angesetzt. Die archäologischen Untersuchungen haben überraschende Funde an den Tag gebracht: zwei uralte Altare, ein Reliquiengrab, Skelettreste und vor allem zahlreiche Fragmente einer offenbar frühmittelalterlichen Ausstattung der Kirche mit Stückornamenten. Der bedeutendste Kunstschatz der Kirche besteht in Fresken der spätottonischen Zeit; sie schließen einen Teil der in der Geschichte Südtiroler Wandmalerei klaffenden Lücke von etwa 300 Jahren zwischen karolingischer und hochromanischer Freskomalerei. Auffallender, wenngleich von zweitrangiger Bedeutung, sind die gotischen Fresken. Man beachte im Innern den großen schlichten Taufstein mit einem Reliefkopf, womöglich aus romanischer Zeit, und die in die Innenwände eingemauerten Säulen unbekannten Alters.